In freier Wildbahn ist das Langschwanz-Chinchilla (Chinchilla lanigera) nahezu ausgestorben, in unseren Breitengraden hat es sich hingegen zum beliebten Heimtier entwickelt. Das ursprünglich nur als Pelztier gehaltene Chinchilla gehört längst zum Standardrepertoire der Kleinsäugerhalter und ist vor allem durch sein Aussehen, welches dem bei uns Menschen so beliebten Kindchenschema entspricht, bei vielen Kleinsäugerhaltern sehr beliebt.
Allerdings weist das Chinchilla einige Eigenschaften auf, die es von der Haltung anderer Kleinsäuger deutlich unterscheidet und die es zu einer sehr beratungsintensiven Art macht. Eine augenfällige Besonderheit ist das Lebensalter der Südamerikaner; bis zu 20 Jahre können Chinchillas bei entsprechender Pflege werden, kaum sonst ein Kleinsäuger schafft ein solches Alter. Genau hier liegt aber auch ein Vorteil, schreckt doch gerade die kurze Lebensdauer anderer Kleinsäuger so machen potentiellen Halter ab, der sich nicht schon nach 2-3 Jahren schmerzvoll von einem verstorbenen Heimtier verabschieden will.
Neben dem Alter stellt natürlich das Fell der Chinchillas eine absolute Besonderheit dar, mit mehr als 20.000 Haaren pro cm² ist es das dichteste aller Landbewohner.

Dies macht eine besonders aufwendige Fellpflege notwendig, um das Wohlbefinden des Chinchillas zu gewährleisten. Und auch in der Ernährung sind Chinchillas keine einfachen Kostgänger. Dies alles führt dazu, dass Chinchillas sicherlich kein Anfängertier sind und nur von Haltern mit ausreichend Wissen und Zeit gepflegt werden sollten.